Entdecke die Welt der Honigtauerzeuger

Die Waldtracht-Beobachtung

„Wir wollen die Wald- und Tannentracht in Süd­deutsch­land besser nutzen.“

Unser Verein hat 2 Abteilungen:
1. die Waldtracht­beobachtung mit Bienen­stock­waagen und
 2. die ganzjährige Laus­beobachtung, aufgeteilt in Waldgebiete.

Wer sind wir ?

Wir sind seit 2020 der Verein Wald­tracht­beo­bachter Süd e.V., ein Zusammen­schluss von Imkern die die Wald­tracht­beo­bachtung im Süd­deutschen Raum betreiben. Zurück geht dies auf die Initative von Dr. Gerhard Liebig, der langjährig an der Landes­­anstalt für Bienen­­kunde der Uni­versität Stutt­gart-Hohen­heim tätig war. Durch die Vereins­gründung wird ein besserer Rahmen geschaffen und damit wird diese Initiative auch besser für die Zukunft gesichert.

Viele Jahre waren nicht nur Imker aus Baden-Württemberg, sondern auch zwei bayerische Beobach­ter­gruppen aktiv, die eine in der Ober­pfalz und im Baye­rischen Wald, die andere in Ober­bayern. Somit konnten wir uns die „Süd­deut­schen Laus­beo­bachter“ nennen. Am Stichtag 14. Februar 2004 waren wir zusammen mit diesen Kollegen 99 Gleich­gesinnte.

Aktuell, Stand Januar 2022, sind wir in 10 Gruppen aufge­teilt, die vor allem den Schwarz­wald und den Schwä­bischen Wald, aber auch die interes­santen Wald­gebiete beidseits des oberen Neckar­tales, am Alb­trauf, im Boden­seeraum und im Allgäu kontrol­lieren.

Hinweis:  Diese Homepage ersetzt unsere bis­herige Seite stockwaage.de.

Was wollen wir ?

Wir wollen die Wald- und Tannen­tracht in unseren Wald­gebieten besser nutzen. Der Wald honigt nicht jedes Jahr und wenn er honigt, dann nicht überall gleich gut. Auch wir machen nach wie vor jedes Jahr diese Erfahrung, weil wir genauer hin­schauen und außerdem einen regel­mäßigen Erfah­rungs­aus­tausch auch nach der Honig­ernte pflegen. Wie jede Nektar­tracht ist auch jede Honig­tau­tracht zeitlich begrenzt, nur sind ihr Beginn, ihre Ergiebig­keit und ihre Dauer sehr viel schwerer zu beur­teilen als eine Blüten­tracht. Auch erfahrene Laus­beo­bachter sind sich da vor Über­ra­schungen nie sicher. Zudem wollen wir die For­schung rund um die Wald- und Tannen­tracht auch praktisch unter­stüt­zen. Wir sind auch bereit unsere Erkennt­nisse und Daten in Vor­trägen und Wald­bege­hungen einer breiten Öffent­lichkeit vorzu­stellen und die Imker­schaft in Fragen der Wald­tracht aus- und fort­zu­bilden.
Auf die Läuse kommt es an. Für die opti­male Nutzung der Wald- und Tannen­tracht ist ihre Beo­bach­tung unum­gäng­lich. Diese Beo­bach­tung gelingt wiederum nur, wenn man die bienen­wirt­schaft­lich wich­tigen Honig­tau­er­zeuger kennt, wenn man weiß wie sie aussehen und wo bzw. wie sie leben. Außerdem sollte man in der Lage sein, ihre Popu­la­tions­dichte zu beur­teilen.
Haben Sie schon einmal ver­sucht, bei Beginn oder während einer Wald­tracht her­aus­zu­fin­den, wo es am besten honigt? Das ist ohne fremde Hilfe nahezu unmög­lich. Besser ist es sich mit Gleich­ge­sinnten zusammen zu tun und die Beo­bach­tung der Wald­tracht mit System anzu­gehen. Das Prinzip ist relativ einfach. Es heißt: „Einer für alle, alle für einen.“ Jeder von uns beo­bachtet an seinem Platz, beson­ders Fleißige beackern mehr als einen, und gibt seine Ergeb­nisse weiter. Er erhält dafür die Beo­bach­tungs­er­geb­nisse von vielen anderen Plätzen.

Was wird gemacht - um was Geht es ?

Das Aufstellen von Stock­waagen in Waldtracht­gebieten und die regel­mäßige tägliche Über­tragung der Daten in’s Internet.

und    

Die ganzjährige Beobach­tung der Honig­tau­erzeuger (allein oder in der Gruppe) und Meldung der Ergeb­nisse an Stich­tagen:

  • November-Januar: Suche nach Winte­reiern auf der Tanne und nach Über­winte­rungs­larven der Lecanien auf der Fichte am eigenen Standort
  • Teilnahme auf jährlichen Laus­beobachter­treffen Mitte Februar
  • Februar-April: je nach Gesamt­ergebnis Ausdehnung der „Winter­arbeit“ auf lohnens­werte Gebiete auch außerhalb des Zuständig­keits­bereiches
  • im April: Überwachung der Primär­kolonien der Fichten­lachniden
  • im Mai: Überwachung der Stamm­mütter der Grünen Tannen­honig­laus
  • im Mai/Juni: Überwachung des Aus­breitungs­fluges der Fichten­lachniden
  • im Juni/Juli/August: Beobachtung des Tracht­verlaufes mit Stock­waagen und Über­wachung der Laus­popu­lationen auf Tanne und Fichte
  • nach Honigernte: Mitteilung des Ernte­ergebnisses und Ein­schicken von Honig­proben (Standort, Auf­wanderung, Ernte­datum, mutmaß­liche Tracht­quelle)

Wer kann mitmachen ?

Im Prinzip jeder, der eine Stockwaage hat, bereits vor dem Beginn einer möglichen Wald­tracht ein „gescheites“ Bienen­volk auf diese Stock­waage setzt und jeden Tag zuver­lässig die Gewichts­­verände­rung meldet. Es wäre außerdem wünschen­s­wert, dass man(n oder frau) regel­mäßig auch ein Auge auf die Honig­­tau­­er­zeuger wirft und einträgt. Dann sind die Stock­­waagen­­er­geb­nisse leichter zu inter­­pretieren. Zudem wäre es gut, wenn man ständig den Kontakt zu den Laus­beobach­tern in der Nachbar­­schaft pflegt. Gemeinsam mit anderen in einer Gruppe erreicht man mehr als als „Einzel­kämpfer“. Nicht nur inner­halb einer Gruppe, sondern auch zwischen den Gruppen ist ständige Abstimmung not­wendig.
An oberster Stelle steht: Wer Infor­mationen liefert, erhält auch Infor­mationen. Konkret müssen folgende Voraus­­setzungen erfüllt sein, um an dem Infor­mations­­aus­tausch teil­zu­nehmen:

  1. Besitz einer Stock­waage
  2. Platzieren der Stockwaage in ein Waldtracht­­gebiet und regelmäßige tägliche Meldungen übers Internet, am ein­­fachsten auto­­matisch per Funk­­waage
  3. Beobachtung der bienen­­wirt­­schaftlich wichtigen Honig­­­tau­­­er­­zeuger
  4. Mitarbeit in einer Wald­­­tracht­­­beo­­bachter­­­gruppe

Die beiden ersten Punkte müssen unbedingt erfüllt werden, die beiden letzten Punkte sind wünschens­wert.
Haben Sie Interesse? Dann sollten Sie Kontakt mit uns aufnehmen, oder sich auch an einen der Gruppen­leiter wenden (falls der bereits bekannt ist).
Alternativ können Sie auch direkt einen Antrag zur Mitglied­schaft stellen, hier zum Herunter­laden: Mitglied­schafts­antrag.pdf dazu noch die Vereins-Satzung und eine Info zum Daten­schutz. Nach einer Prüfung nehmen wir dann Kontakt mit Ihnen auf.

Wichtig! Der Mitglied­schafts­antrag muss original unter­schrieben und per Brief­post an unsere Kontakt­adresse gesendet werden.